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Sachkompetenz
Methodenkompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz
Sachkompetenz
Ende der Erprobungsstufe · übergeordnete Sachkompetenz
identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart und entwickeln daran nach vorgegebenen Schemata angeleitet Fragen (SK 1),
benennen aufgabenbezogen die subjektive Sichtweise des Verfassers oder der Verfasserin in Quellen niedriger Strukturiertheit (SK 2),
beschreiben in einfacher Form Ursachen, Verlaufsformen sowie Folgen historischer Ereignisse (SK 3),
beschreiben ausgewählte Personen und Gruppen in den jeweiligen Gesellschaften und ihre Funktionen, Interessen und Handlungsspielräume (SK 4),
informieren fallweise über Lebensbedingungen, Handelsbeziehungen, kulturelle Kontakte sowie Konflikte von Menschen in der Vergangenheit (SK 5),
identifizieren Ereignisse, Prozesse, Umbrüche, kulturelle Errungenschaften sowie Herrschaftsformen in historischen Räumen und ihrer zeitlichen Dimension (SK 6),
beschreiben im Rahmen eines Themenfeldes historische Zusammenhänge unter Verwendung zentraler Dimensionen und grundlegender historischer Fachbegriffe (SK 7),
benennen einzelne Zusammenhänge zwischen ökonomischen und gesellschaftlichen Prozessen (SK 8).
Inhaltsfeld 1: Frühe Kulturen und erste Hochkulturen · Sachkompetenz
unterscheiden Lebensweisen in der Alt- und Jungsteinzeit,
beschreiben grundlegende Verfahrensweisen, Zugriffe und Kategorien historischen Arbeitens,
erläutern die Bedeutung von Handelsverbindungen für die Entstehung von Kulturen in der Bronzezeit,
erläutern Merkmale der Hochkultur Ägyptens und den Einfluss naturgegebener Voraussetzungen auf ihre Entstehung.
Inhaltsfeld 2: Antike Lebenswelten: Griechische Poleis und Imperium Romanum · Sachkompetenz
vergleichen in Ansätzen die Gesellschaftsmodelle Sparta und Athen,
erklären Rückwirkungen der römischen Expansion auf die inneren politischen und sozialen Verhältnisse der res publica,
stellen aus zeitgenössischem Blickwinkel großstädtisches Alltagsleben sowie Lebenswirklichkeiten von Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen im antiken Rom dar,
vergleichen zeitgenössische Bauwerke hinsichtlich ihrer Aussage über den kulturellen, gesellschaftlichen und technischen Entwicklungsstand in globaler Perspektive (Chang’an – Rom, Große Mauer – Limes).
Inhaltsfeld 3 a: Lebenswelten im Mittelalter · Sachkompetenz
erklären anhand der Herrschafts- und Verwaltungspraxis von Karl dem Großen die Ordnungsprinzipien im Fränkischen Großreich,
erklären anhand einer Königserhebung die Macht von Ritualen und Symbolen im Kontext der Legitimation von Herrschaft,
erläutern Lebens- und Arbeitswirklichkeiten von Menschen in der Ständegesellschaft.
Ende der Sekundarstufe I · übergeordnete Sachkompetenz
identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart und entwickeln daran erkenntnisleitende Fragen (SK 1),
erläutern die subjektive Sichtweise des Verfassers oder der Verfasserin in Quellen (SK 2),
unterscheiden Anlässe und Ursachen, Verlaufsformen sowie Folgen und Wirkungen historischer Ereignisse (SK 3),
erläutern Interessen und Handlungsspielräume historischer Akteurinnen und Akteure in den jeweiligen Gesellschaften (SK 4),
stellen ökonomisch-soziale Lebensbedingungen, Handelsbeziehungen, kulturelle Kontakte sowie Konflikte von Menschen in der Vergangenheit dar (SK 5),
stellen Ereignisse, Prozesse, Umbrüche, Kontinuitäten, kulturelle Errungenschaften sowie Herrschaftsformen in historischen Räumen und ihrer zeitlichen Dimension in einem Zusammenhang dar (SK 6),
ordnen historische Zusammenhänge unter Verwendung historischer Dimensionen und grundlegender historischer Fachbegriffe (SK 7),
stellen Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Prozessen in der Geschichte dar (SK 8).
Inhaltsfeld 3 b: Lebenswelten im Mittelalter · Sachkompetenz
erläutern unter Berücksichtigung eines regionalen Beispiels Interessen und Motive bei der Gründung von Städten,
informieren exemplarisch über transkontinentale Handelsbeziehungen und kulturelle Kontakte,
beschreiben exemplarisch die Sichtweise Fernreisender auf verschiedene Kulturen.
Inhaltsfeld 4: Frühe Neuzeit: Neue Welten, neue Horizonte · Sachkompetenz
stellen Umbrüche und Kontinuitäten vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit anhand verschiedener Beispiele aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Religion dar,
erklären an einem regionalen Beispiel Ursachen und Motive der Hexenverfolgungen,
erläutern religiöse und politische Ursachen sowie gesellschaftliche, politische und ökonomische Folgen des Dreißigjährigen Krieges für Menschen,
erläutern Voraussetzungen, Gründe und Folgen der Entdeckungsreisen und Eroberungen der Europäer,
erklären die zunehmende globale Vernetzung bestehender Handelsräume in der Frühen Neuzeit.
Inhaltsfeld 5: Das „lange“ 19. Jahrhundert – politischer und wirtschaftlicher Wandel in Europa · Sachkompetenz
unterscheiden zwischen Anlass und Ursachen der Französischen Revolution,
benennen Veränderungen für die europäische Ordnung in den Beschlüssen des Wiener Kongresses und deren Folgen,
erklären die Bedeutung des deutsch-französischen Krieges für das nationale Selbstverständnis im Kaiserreich,
erläutern Voraussetzungen und Folgen des industriellen „Take-off“ in Deutschland,
unterscheiden Formen, Etappen und regionale Ausprägungen der industriellen Entwicklung in Deutschland,
erläutern vor dem Hintergrund der Sozialen Frage Lebens- und Arbeitswelten von Männern, Frauen und Kindern in ländlichen und urbanen Regionen,
stellen u.a. anhand politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aspekte Stellung und Selbstverständnis von Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland im „langen“ 19. Jahrhundert dar.
Inhaltsfeld 6: Imperialismus und Erster Weltkrieg · Sachkompetenz
erläutern zentrale Motive, Formen und Folgen des Imperialismus europäischer Staaten in Afrika,
unterscheiden zwischen Anlass und Ursachen des Ersten Weltkriegs,
erläutern Auswirkungen der „modernen“ Kriegsführung auf die Art der Kampfhandlungen und auf das Leben der Zivilbevölkerung,
erläutern gesellschaftspolitische Sichtweisen auf den Verlauf und die Inhalte der Pariser Friedensregelungen.
Inhaltsfeld 7: Weimarer Republik · Sachkompetenz
erläutern Unterschiede zwischen parlamentarischer Demokratie und Rätesystem im Kontext der Novemberrevolution,
erläutern anhand der Weimarer Reichsverfassung Kontinuität und Wandel der politischen Ordnung,
stellen Auswirkungen und gesellschaftliche Folgen der neuen Massenmedien, der Konsumgesellschaft und des Beschreitens neuer Wege in Kunst und Kultur dar.
Inhaltsfeld 8: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg · Sachkompetenz
erläutern Merkmale des totalen Staates und Stufen seiner Verwirklichung im Nationalsozialismus
erläutern grundlegende Elemente der NS-Ideologie (u.a. „Rassenlehre“, Antisemitismus, „Führergedanke“), deren Ursprünge und deren gesellschaftliche und politische Auswirkungen,
erläutern Maßnahmen, deren Zielsetzungen und ihre Auswirkungen auf Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Andersdenkende, Euthanasieopfer und Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter von Seiten des NS-Staates,
stellen Verbrechen an der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkrieges dar,
erläutern Anlass und Folgen des Kriegseintritts der USA im Pazifikraum.
Inhaltsfeld 9: Internationale Verflechtungen seit 1945 · Sachkompetenz
beschreiben ideologische Voraussetzungen der Blockbildung und deren Konsequenzen für die Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR nach 1945,
erläutern den Zusammenhang zwischen der schrittweisen Erweiterung der Souveränitätsrechte beider deutscher Staaten und der Einbindung in supranationale politische und militärische Bündnisse in Ost und West,
stellen exemplarisch anhand von Krisen und Stellvertreterkriegen Auswirkungen der Ost-West-Konfrontation im Kontext atomarer Bedrohung, gegenseitiger Abschreckung und Entspannungspolitik dar,
unterscheiden anhand eines Beispiels kurz- und langfristige Folgen postkolonialer Konflikte,
beschreiben sich aus dem Wandel in der UdSSR ergebende staatliche Umbrüche und Auflösungsprozesse in Mittel- und Osteuropa,
erläutern den europäischen Integrationsprozess im Kontext der Diskussion um nationale und supranationale Interessen und Zuständigkeiten.
Inhaltsfeld 10: Gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland seit 1945 · Sachkompetenz
erläutern Bedingungen und Verlauf des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Neubeginns in den Besatzungszonen,
stellen sich aus unterschiedlichen politischen (Demokratie und Diktatur) und wirtschaftlichen Systemen (Soziale Marktwirtschaft und Planwirtschaft) ergebende Formen des gesellschaftlichen Lebens in Ost- und Westdeutschland dar,
erläutern zentrale Ereignisse und Phasen der deutsch-deutschen Geschichte von der Teilung bis zur Wiedervereinigung,
erläutern Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise von 1973 im Hinblick auf die Lebenswirklichkeiten der Menschen in beiden deutschen Staaten.
Methodenkompetenz
Ende der Erprobungsstufe · übergeordnete Methodenkompetenz
treffen mediale Entscheidungen für die Beantwortung einer Fragestellung (MK 1),
ermitteln zielgerichtet Informationen und Daten in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten und in ihrem schulischen Umfeld zu ausgewählten Fragestellungen (MK 2),
unterscheiden zwischen Quellen und Darstellungen und stellen Verbindungen zwischen ihnen her (MK 3),
wenden grundlegende Schritte der Interpretation von Quellen unterschiedlicher Gattungen auch unter Einbeziehung digitaler Medien aufgabenbezogen an (MK 4),
wenden grundlegende Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen aufgabenbezogen an (MK 5),
präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6),
Ende der Sekundarstufe I · übergeordnete Methodenkompetenz
treffen unter Berücksichtigung der Fragestellung mediale und methodische Entscheidungen für eine historische Untersuchung (MK 1),
recherchieren in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten sowie ihrem schulischen und außerschulischen Umfeld und beschaffen zielgerichtet Informationen und Daten zu historischen Problemstellungen (MK 2),
erläutern den Unterschied zwischen verschiedenen analogen und digitalen Quellengattungen und Formen historischer Darstellung (MK 3),
wenden zielgerichtet Schritte der Interpretation von Quellen unterschiedlicher Gattungen auch unter Einbeziehung digitaler Medien an (MK 4),
wenden zielgerichtet Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen fachgerecht an (MK 5),
präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen eigene historische Narrationen (MK 6).
Urteilskompetenz
Ende der Erprobungsstufe · übergeordnete Urteilskompetenz
unterscheiden zur Beantwortung einer historischen Frage zwischen einem Sach- und Werturteil (UK 1),
beurteilen das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung von Multiperspektivität und grundlegenden Kategorien, (UK 2),
beurteilen im Kontext eines einfachen Beispiels das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung ihrer Handlungsspielräume (UK 3),
bewerten menschliches Handeln in der Vergangenheit im Kontext eines überschaubaren Beispiels mit Entscheidungscharakter (UK 4),
erörtern grundlegende Sachverhalte unter Berücksichtigung der Geschichtskultur, außerschulischer Lernorte und digitaler Deutungsangebote (UK 5),
erkennen die (mögliche) Vielfalt von Sach- und Werturteilen zur Beantwortung einer historischen Fragestellung (UK 6).
Inhaltsfeld 1: Frühe Kulturen und erste Hochkulturen · Urteilskompetenz
beurteilen die Bedeutung der Neolithischen Revolution für die Entwicklung des Menschen und die Veränderung seiner Lebensweise auch für die Umwelt,
erörtern Chancen und Risiken eines Austauschs von Waren, Informationen und Technologien für die Menschen.
Inhaltsfeld 2: Antike Lebenswelten: Griechische Poleis und Imperium Romanum · Urteilskompetenz
beurteilen unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen verschiedener Bevölkerungsgruppen in Vergangenheit (griechische Polis) und Gegenwart (Deutschland),
beurteilen Werte antiker Erziehung und bewerten sie unter Berücksichtigung gegenwärtiger familiärer Lebensformen,
beurteilen den Einfluss des Imperium Romanum auf die eroberten Gebiete.
Inhaltsfeld 3 a: Lebenswelten im Mittelalter · Urteilskompetenz
beurteilen den Stellenwert des christlichen Glaubens für Menschen der mittelalterlichen Gesellschaft,
beurteilen das Handeln der Protagonisten im Investiturstreit im Spannungsverhältnis zwischen geistlicher und weltlicher Herrschaft,
hinterfragen auch anhand digitaler Angebote die Wirkmächtigkeit gegenwärtiger Mittelalterbilder.
Ende der Sekundarstufe I · übergeordnete Urteilskompetenz
nehmen auf Basis der Unterscheidung zwischen Sach- und Werturteil zur Beantwortung einer historischen Fragestellung kritisch Stellung (UK 1),
beurteilen das historische Handeln von Menschen unter Berücksichtigung von Multiperspektivität, Kategorien sowie zentraler Dimensionen (UK 2),
beurteilen das historische Handeln von Menschen im Hinblick auf Interessenbezogenheit, Möglichkeiten und Grenzen sowie beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen (UK 3),
bewerten unter Offenlegung der eigenen Wertmaßstäbe und gegenwärtiger Normen menschliches Handeln in der Vergangenheit im Kontext eines Falles oder Beispiels mit Entscheidungscharakter (UK 4),
vergleichen Deutungen unter Berücksichtigung der Geschichts- und Erinnerungskultur, außerschulischer Lernorte und digitaler Deutungsangebote und nehmen kritisch Stellung dazu (UK 5),
überprüfen anhand von bekannten Kriterien, ob ihre Informationen zur Beantwortung einer Urteilsfrage ausreichend sind (UK 6).
Inhaltsfeld 3 b: Lebenswelten im Mittelalter · Urteilskompetenz
erörtern Ursachen für die Attraktivität des Lebens in einer mittelalterlichen Stadt,
vergleichen Merkmale einer europäischen mit einer afrikanischen Handelsmetropole,
beurteilen das Handeln von Menschen unterschiedlichen Glaubens im Spannungsverhältnis zwischen Koexistenz und Konflikt insbesondere am Beispiel der Kreuzzüge.
Inhaltsfeld 4: Frühe Neuzeit: Neue Welten, neue Horizonte · Urteilskompetenz
beurteilen die Triebkraft von Innovationen und Technik (u.a. Buchdruck) auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen,
beurteilen am Beispiel einer frühkapitalistischen Handelsgesellschaft das Verhältnis von wirtschaftlicher und politischer Macht,
beurteilen das Handeln Luthers im Hinblick auf Intention und beabsichtigte sowie unbeabsichtigte Folgen,
bewerten die Angemessenheit von geschichtskulturellen Erinnerungen an Kolonialisierungsprozesse auch in digitalen Angeboten.
Inhaltsfeld 5: Das „lange“ 19. Jahrhundert – politischer und wirtschaftlicher Wandel in Europa · Urteilskompetenz
beurteilen das Handeln der Protagonistinnen und Protagonisten in der Französischen Revolution unter Berücksichtigung der Kategorien Freiheit und Gleichheit,
bewerten Anspruch und Wirklichkeit der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 in der Französischen Revolution,
beurteilen die Frage nach dem Scheitern der deutschen Revolution von 1848/49,
beurteilen den Charakter des Deutschen Kaiserreichs zwischen Fortschritt, Stagnation und Rückständigkeit.
Inhaltsfeld 6: Imperialismus und Erster Weltkrieg · Urteilskompetenz
bewerten an einem konkreten Beispiel den Umgang mit geschichtskulturellen Zeugnissen deutscher Kolonialgeschichte unter Berücksichtigung digitaler Angebote,
beurteilen Motive und Handeln der Politiker während der „Julikrise“ im Hinblick auf Interessenbezogenheit, Möglichkeiten und Grenzen sowie beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen,
erörtern den Zäsurcharakter der Ereignisse des Jahres 1917,
bewerten, auch unter Rückgriff auf lokale Erinnerungsorte, Symbole und Rituale des Gedenkens an die Opfer des Ersten Weltkrieges.
Inhaltsfeld 7: Weimarer Republik · Urteilskompetenz
erörtern innere und äußere Belastungsfaktoren der Weimarer Republik sowie stabilisierende Elemente,
beurteilen Rollen, Handlungsspielräume und Verantwortung von Akteurinnen und Akteuren bei der Etablierung und Aushöhlung der parlamentarischen Demokratie,
erörtern am Beispiel Deutschlands und der USA Lösungsansätze für die Weltwirtschaftskrise,
beurteilen ausgewählte politische, rechtliche und soziale Fragen der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Inhaltsfeld 8: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg · Urteilskompetenz
nehmen Stellung zur Verantwortung politischer Akteure und Gruppen für die Zerstörung des Weimarer Rechts- und Verfassungsstaats,
erörtern an Beispielen Handlungsspielräume der Menschen unter den Bedingungen der NS-Diktatur,
beurteilen die Rolle der Außen- und Wirtschaftspolitik für Zustimmung zum oder Ablehnung des Nationalsozialismus,
erörtern die sich aus der nationalsozialistischen Vergangenheit ergebende historische Verantwortung im Umgang mit der eigenen Geschichte,
beurteilen Folgen der Flucht- und Vertreibungsbewegungen für die Betroffenen und die Nachkriegsgesellschaft auch unter Berücksichtigung digitaler Angebote.
Inhaltsfeld 9: Internationale Verflechtungen seit 1945 · Urteilskompetenz
beurteilen den Einfluss der USA und der UdSSR auf die internationale Nachkriegsordnung und das geteilte Deutschland,
beurteilen am Beispiel eines Entkolonialisierungsprozesses das Handeln beteiligter Akteurinnen und Akteure unter der Kategorie Anspruch und Wirklichkeit,
erörtern den Zusammenhang von Deutschland-, Europa- und Weltpolitik im Kontext der deutschen Wiedervereinigung,
beurteilen Chancen und Risiken des europäischen Integrationsprozesses in seiner historischen Dimension und aus gegenwärtiger Perspektive.
Inhaltsfeld 10: Gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland seit 1945 · Urteilskompetenz
bewerten Formen der kollektiven Erinnerung sowie der juristischen und politischen Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft, des Holocausts und der Verfolgung und Vernichtung von Minderheiten und Andersdenkenden in beiden deutschen Staaten,
beurteilen die Handlungsspielräume der politischen Akteurinnen und Akteure in beiden deutschen Staaten bzgl. der „deutschen Frage“,
beurteilen sozioökonomische Entwicklungen vor und nach der Wiedervereinigung,
erörtern exemplarisch verschiedene Ansätze zur Deutung der DDR-Geschichte im Spannungsfeld biografischer und geschichtskultureller Zugänge,
vergleichen gesellschaftliche Debatten um technische Innovationen in der Vergangenheit mit gegenwärtigen Diskussionen um die Digitalisierung.
Handlungskompetenz
Ende der Erprobungsstufe · übergeordnete Handlungskompetenz
stellen einen Bezug von Phänomenen aus der Vergangenheit zur eigenen persönlichen Gegenwart her (HK 1),
erklären innerhalb ihrer Lerngruppe den Sinnzusammenhang zwischen historischen Erkenntnissen und gegenwärtigen Herausforderungen (HK 2),
erkennen die Unterschiedlichkeit zwischen vergangenen und gegenwärtigen Wertmaßstäben (HK 3),
hinterfragen zunehmend die in ihrer Lebenswelt analog und digital auftretenden Geschichtsbilder (HK 4).
Ende der Sekundarstufe I · übergeordnete Handlungskompetenz
erklären die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswirklichkeit (HK 1),
erörtern innerhalb ihrer Lerngruppe die Übertragbarkeit historischer Erkenntnisse auf aktuelle Probleme und mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft (HK 2),
reflektieren im Rahmen des Vergleichs mit früheren Wertvorstellungen die eigenen Deutungsmuster und Wertmaßstäbe (HK 3),
reflektieren die Wirkmächtigkeit von Geschichtsbildern und narrativen Stereotypen unter Berücksichtigung ihrer medialen Darstellung im öffentlichen Diskurs (HK 4).
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