Evangelische Religionslehre, Realschule, Nordrhein-Westfalen
Anleitung
- Kompetenz aus dem Lehrplan auswählen.
- Prompt hinzufügen.
- Anweisung verfeinern und weitere Infos hinzufügen.
- Modell auswählen und Generieren lassen.
Übergeordnete Sachkompetenz
Übergeordnete Methodenkompetenz
Übergeordnete Urteilskompetenz
Übergeordnete Handlungskompetenz
Inhaltsfeld 1 · Entwicklung einer eigenen religiösen Identität — Sachkompetenz
Inhaltsfeld 1 · Entwicklung einer eigenen religiösen Identität — Urteilskompetenz
Inhaltsfeld 1 · Entwicklung einer eigenen religiösen Identität — Handlungskompetenz
Inhaltsfeld 2 · Christlicher Glaube als Lebensorientierung — Sachkompetenz
Inhaltsfeld 2 · Christlicher Glaube als Lebensorientierung — Urteilskompetenz
Inhaltsfeld 2 · Christlicher Glaube als Lebensorientierung — Handlungskompetenz
Inhaltsfeld 3 · Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde — Sachkompetenz
Inhaltsfeld 3 · Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde — Urteilskompetenz
Inhaltsfeld 3 · Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde — Handlungskompetenz
Inhaltsfeld 4 · Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft — Sachkompetenz
Inhaltsfeld 4 · Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft — Urteilskompetenz
Inhaltsfeld 5 · Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Sachkompetenz
Inhaltsfeld 5 · Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Urteilskompetenz
Inhaltsfeld 5 · Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Handlungskompetenz
Inhaltsfeld 6 · Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur — Sachkompetenz
Inhaltsfeld 6 · Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur — Urteilskompetenz
Inhaltsfeld 6 · Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur — Handlungskompetenz
Übergeordnete Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Wahrnehmungskompetenz
- ausgewählte historische und gegenwärtige religiöse Phänomene und Handlungen anhand von Merkmalen identifizieren und ihre Funktion für den Glauben beschreiben.
- individuelle Erfahrungen als Ausgangspunkte eigenen religiösen Fragens beschreiben.
- grundlegende Aussagen und Überzeugungen christlichen Glaubens benennen.
- ausgewählte historische und gegenwärtige Elemente religiöser Weltanschauungen und Weltsichten, Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepte wahrnehmen und auf ihrem Hintergrund beschreiben.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Deutungskompetenz
- erste Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt sowie der eigenen Existenz stellen und unterschiedliche Antwortversuche und Gottesvorstellungen beschreiben.
- die Bedeutung elementarer biblischer Aussagen und Einsichten für das heutige Leben kriteriengeleitet untersuchen und darstellen.
- religiöse Ausdrucksformen beschreiben und ggf. in Beziehung zu ihrem eigenen Leben setzen.
- an einfachen Beispielen die Bedeutung religiös begründeter Lebensformen für Gemeinschaft und Kultur erklären.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Wahrnehmungskompetenz
- komplexe historische und gegenwärtige religiöse Redeweisen, Gestaltungsformen und Zusammenhänge in ihren religiös-kulturellen Zusammenhang einordnen.
- beschreiben, in welcher Weise die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen das eigene Selbst- und Weltverständnis erweitern kann.
- Aussagen des christlichen Glaubens mit eigenen Erfahrungen und Überzeugungen vergleichen.
- historische und gegenwärtige religiöse Welt-Anschauungen von anderen Weltsichten, Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepten unterscheiden.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Deutungskompetenz
- Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt, des Menschen und der eigenen Existenz erläutern und unterschiedliche Antwortversuche und Gottesvorstellungen ihren religiösen bzw. nicht religiösen Kontexten zuordnen.
- den besonderen Wahrheits- und Wirklichkeitsanspruch religiös begründeter Ausdrucks- und Lebensformen und deren lebenspraktische und gesellschaftliche Konsequenzen erläutern.
- religiöse Symbole, Phänomene, Deutungen und Handlungen ihren jeweiligen historischen, sozialgeschichtlichen und wirkungsgeschichtlichen Kontexten zuordnen und ggf. in Beziehung zu ihrer eigenen Biografie setzen.
- die sozialisierende und kulturprägende Bedeutung religiös begründeter Lebensformen, ihrer Ausdrucksformen und institutionellen Gestaltung unter besonderer Berücksichtigung des evangelischen Verständnisses des Christentums erläutern und zu eigenen Überzeugungen in Beziehung setzen.
Übergeordnete Methodenkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
- einfache religiös-historische Zeitleisten, Schaubilder und Landkarten beschreiben und ihnen Informationen entnehmen.
- aus Medien (u. a. künstlerische Darstellungen) Informationen und Aussagen angeleitet entnehmen und wiedergeben.
- sich in der Bibel angeleitet orientieren.
- biblische und religiös relevante Texte durch vorgegebene Zugänge erschließen (u. a. Rollenspiele, Standbilder).
- in Ansätzen die charakteristischen Eigenschaften biblischer und religiös relevanter Texte sowie in ihnen vorliegende Ausprägungen religiöser Sprache beschreiben (u. a. Psalm, Bekenntnis, Erzählung, Rechtstext).
- zu religiös relevanten Sachverhalten unter Anleitung Informationen sammeln.
- religiös relevante Sachverhalte im Unterricht unter Zuhilfenahme von in Inhalt und Struktur klar vorgegebenen Medienprodukten verständlich und in sprachlich angemessener Form präsentieren.
Ende Jahrgangsstufe 10
- religiös-historische grafische Darstellungsformen analysieren und eigene Darstellungen erstellen.
- aus Medien (u. a. künstlerische Darstellungen) abstrakte Informationen und leitende Aussagen entnehmen, wiedergeben und deren Wirkung erläutern.
- sich selbstständig in der Bibel orientieren (Aufbau, Struktur, Inhaltsverzeichnis und Abkürzungen).
- biblische und religiös relevante Texte durch selbstständig gewählte Zugänge erschließen (u. a. Perspektivwechsel).
- die charakteristischen Eigenschaften biblischer und religiös relevanter Texte sowie in ihnen vorliegende Ausprägungen religiöser Sprache erläutern (u. a. Psalm, Bekenntnis, Erzählung, Rechtstext).
- einige ausgewählte Möglichkeiten des Zugangs und der Auslegung biblischer Texte beschreiben (u. a. historisch-kritischer Zugang).
- zu religiös relevanten Sachverhalten selbstständig Informationen sammeln und präsentieren.
- religiös relevante Sachverhalte im (schul-)öffentlichen Raum unter Zuhilfenahme von Medienprodukten (u. a. computergestützt) verständlich, adressatenorientiert und fachsprachlich korrekt präsentieren.
Übergeordnete Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
- ansatzweise eigene Standpunkte zu menschlichen Verhaltensweisen sowie zu religiösen und ethischen Fragen und religiösen Ausdrucksformen begründen.
- ansatzweise individuelle und gesellschaftliche Handlungsweisen vor dem Hintergrund christlicher Maßstäbe bewerten.
Ende Jahrgangsstufe 10
- eigene Standpunkte zu menschlichen Verhaltensweisen sowie zu religiösen und ethischen Fragen und religiösen Ausdrucksformen, zur Berechtigung des Glaubens und zur Kritik an Religion begründen und vertreten.
- individuelle, gesellschaftliche und religiöse Handlungsweisen, Überzeugungen und Institutionen vor dem Hintergrund christlicher Maßstäbe bewerten.
- die gesellschaftliche Bedeutung religiöser Überzeugungen und religiöser Institutionen beurteilen.
Übergeordnete Handlungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Dialogkompetenz
- eigene religiöse bzw. nicht religiöse Erfahrungen und Überzeugungen beschreiben und darstellen.
- als Voraussetzung für einen Dialog in Ansätzen adressatenorientiert eigene Standpunkte zu einfachen religiösen Fragen und Problemen formulieren.
- die religiösen und nicht religiösen Überzeugungen anderer achten, sich mit deren Argumenten auseinandersetzen und erste Ansätze für eine Verständigung äußern.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Gestaltungskompetenz
- einfache religiöse Handlungen der christlichen Tradition mitgestalten bzw. eine Teilnahme begründet ablehnen.
- die Bedeutung bildhafter Geschichten in der Bibel als Möglichkeit zur Bewältigung eigener Lebenssituationen darstellen.
- anhand ausgewählter biblischer Geschichten Beispiele für verantwortungsbewusstes Handeln in der eigenen Lebenswelt entwickeln.
- sich an außerschulischen Lernorten und bei anderen unterrichtlichen Arrangements, die mit religiösen Traditionen verbunden sind, angemessen verhalten.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Dialogkompetenz
- gegenüber anderen religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen einen eigenen Standpunkt vertreten und eigene Überzeugungen von denen anderer abgrenzen.
- als Voraussetzung für einen Dialog adressatenorientiert eigene differenzierte Standpunkte zu religiösen Fragen und Problemen formulieren.
- respektvoll mit Angehörigen anderer Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen kommunizieren und Unterschiede sowie Grenzen der Kooperation respektieren.
- vor dem Hintergrund religiöser Pluralität für eine wechselseitige Verständigung von Religionen eintreten.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Gestaltungskompetenz
- religiöse Handlungen der christlichen Tradition vor dem Hintergrund der eigenen religiösen Sozialisation mitgestalten bzw. die Teilnahme begründet ablehnen und die dabei gemachten Erfahrungen reflektieren.
- aus dem impulsgebenden Charakter biblischer Texte exemplarisch Entwürfe zur Bewältigung gegenwärtiger Lebenswirklichkeit entwickeln.
- Formen, Motive und Ziele christlicher Handlungsweisen zur Wahrung der Menschenwürde und weltweiter Gerechtigkeit prüfen und eine eigene reflektierte Haltung dazu entwickeln.
- sich an außerschulischen Lernorten und bei anderen unterrichtlichen Arrangements, die mit religiösen Traditionen verbunden sind, angemessen verhalten.
Inhaltsfeld 1 · Entwicklung einer eigenen religiösen Identität — Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Wahrnehmungskompetenz
- anhand der Frage „Wer bin ich?“ die Einzigartigkeit ihrer individuellen Existenz wahrnehmen.
- Situationen erläutern, in denen Menschen sich an Gott wenden.
- Schicksalsschläge aus ihrem Umfeld benennen und Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen aufzeigen.
- die eigenen und die Gottesvorstellungen anderer Menschen in Grundzügen beschreiben.
- lebensgeschichtlich bedingte Veränderungen von Gottesvorstellungen und Gottesglauben bei sich und anderen benennen und darlegen, welche Anlässe zu diesen Veränderungen führten.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Deutungskompetenz
- eine Grundhaltung des Glaubens an Gott als Vertrauen von sich lebensgeschichtlich verändernden Vorstellungen von Gott unterscheiden.
- unterschiedliche Gottesvorstellungen menschlichen Erfahrungen zuordnen und sie mit biblischen Aussagen über Gott vergleichen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Wahrnehmungskompetenz
- beschreiben, dass sie einmalig und Teil einer Gemeinschaft sind, für sich und andere Verantwortung tragen und respektvoll miteinander umgehen sollten.
- wesentliche Züge der Rede von Gott und dem Menschen im Alten und Neuen Testament benennen.
- die bedingungslose Annahme des Menschen durch Gott als entscheidende Grundlage des evangelischen Glaubens und einer entsprechenden Lebensgestaltung beschreiben.
- wichtige Eckdaten der Biografie Martin Luthers benennen und identifizieren, welche lebenspraktischen Konsequenzen für evangelische Christinnen und Christen die Orientierung an reformatorischen Einsichten hat.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Deutungskompetenz
- ihre Identität als Geschöpf Gottes deuten und den Glauben an Gott als Grundhaltung für eigenes Verhalten erläutern.
- unterschiedliche Gottesvorstellungen menschlichen Erfahrungen zuordnen.
- unterschiedliche Lebensentwürfe von Männern und Frauen hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Bedeutung vergleichen und ihre Relevanz für das eigene Selbstverständnis erklären.
- Luthers Einsichten als Wurzel des heutigen evangelischen Glaubensverständnisses darstellen.
- die reformatorische Zuordnung von Freiheit und Verantwortung des Einzelnen vor Gott als Grundlage heutiger evangelischer Lebensgestaltung erläutern.
Inhaltsfeld 1 · Entwicklung einer eigenen religiösen Identität — Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
- sich in Ansätzen mit Veränderungen des Gottesbildes im Lebenslauf bei sich und anderen auseinandersetzen und erste Einschätzungen dazu formulieren.
- im respektvollen Miteinander ihren eigenen Standpunkt und fremde Vorstellungen zur Gottesfrage ansatzweise erläutern.
Ende Jahrgangsstufe 10
- Gestaltungsmöglichkeiten ihres Lebens sowie Veränderungen des Gottesbildes im eigenen Lebenslauf erörtern und Ansätze eines eigenen Standpunktes zur Frage nach Gott entwickeln.
- eigene und andere Geschlechterrollenverständnisse vor dem Hintergrund biblischer Bilder von Mann und Frau bewerten.
- verschiedene religiöse und säkulare Menschenbilder analysieren und bewerten.
Inhaltsfeld 1 · Entwicklung einer eigenen religiösen Identität — Handlungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
- Fragen des Alltags sowie individuelle und gesellschaftliche Handlungsweisen aus ihrem Erfahrungsraum auf der Grundlage ausgewählter biblischer Erzählungen und ihrer Maßstäbe bewerten.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Dialogkompetenz
- auf der Grundlage biblischer Bilder vom Menschen ihre eigene Position zu anderen religiösen und säkularen Menschenbildern vertreten.
Ende Jahrgangsstufe 10
- die Wundertaten und Gleichnisse als Hoffnungsbotschaft Jesu beurteilen.
- die Realisierbarkeit ethischer Implikationen der Botschaft Jesu vom Reich Gottes erörtern.
- sich mit der Frage der Umsetzbarkeit ausgewählter Passagen der Botschaft Jesu in der Gegenwart auseinandersetzen.
- zentrale Aussagen der Osterbotschaft hinsichtlich ihrer Gegenwartsrelevanz beurteilen.
- die Bedeutung Jesu in der christlichen Tradition mit seiner Bedeutung in anderen religiösen bzw. säkularen Vorstellungen und Aussagen vergleichen und Einschätzungen dazu formulieren.
Inhaltsfeld 2 · Christlicher Glaube als Lebensorientierung — Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Wahrnehmungskompetenz
- ausgewählte Erzählungen des AT unter dem Aspekt der Lebensorientierung in Grundzügen wiedergeben.
- ausgewählte Entstehungsschritte der Bibel benennen.
- Eckpunkte der Biographie des Juden Jesus benennen.
- an ausgewählten Beispielen Auftreten und Handeln Jesu als Auseinandersetzung mit seiner jüdischen Tradition beschreiben.
- Beispiele für das Orientierung gebende Auftreten und Handeln Jesu benennen.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Deutungskompetenz
- kriteriengeleitet Erzählungen des AT untersuchen und mögliche Bedeutungen für das heutige Leben beschreiben (u. a. Schöpfung, Exodus).
- Ansprüche aus Jesu Auftreten für das christliche Handeln der Menschen heute ableiten und darstellen.
- erklären, dass für Christinnen und Christen Jesus von Nazareth der von den Juden erwartete Messias ist.
- die Bedeutung der Bibel als Urkunde des Glaubens erklären.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Wahrnehmungskompetenz
- Wundererzählungen, Gleichnisse und Passagen der Bergpredigt als Möglichkeiten vom Reich Gottes zu sprechen identifizieren und deren Bedeutung als mögliches Orientierungsangebot beschreiben.
- historische Hintergründe der Passionsgeschichte beschreiben sowie historische von bekenntnishafter Rede von der Auferweckung unterscheiden.
- fundamentale Schritte der Wirkungsgeschichte beschreiben (u. a. Urchristentum, Reformation).
Ende Jahrgangsstufe 10 · Deutungskompetenz
- an Beispielen erklären, wie Jesus an die jüdische Tradition anknüpft und diese weiter ausführt.
- den Gehalt der Wundertaten und Gleichnisse Jesu als Hoffnungsbotschaft beschreiben.
- den Gehalt der Bergpredigt Jesu erläutern.
- Abschnitte der Passionsgeschichte als Spiegelung menschlicher Grunderfahrungen deuten.
- die Rede von der Auferweckung Jesu als Grundlage christlicher Hoffnung deuten.
- an Beispielen erklären, wie sich ein evangelisches Verständnis des Christentums aus der Reformation entwickelt, und es zu eigenen Überzeugungen in Beziehung setzen.
Inhaltsfeld 2 · Christlicher Glaube als Lebensorientierung — Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Dialogkompetenz
- Möglichkeiten von Christinnen und Christen erläutern, sich an Handeln und Auftreten von Jesus zu orientieren.
- grundlegende praktische religiöse Handlungen (u. a. Gebet und Taufe) erläutern, indem sie die Bedeutung auf ihr Leben beziehen.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Gestaltungskompetenz
- einfache religiöse Handlungen im Rahmen der Klasse gestalten bzw. gegebenenfalls eine mögliche Teilnahme begründet ablehnen.
- exemplarisch die Bedeutung biblisch-metaphorischer Sprache auf die eigene Lebenssituation übertragen und kreativ darstellen.
- ansatzweise Handlungen und Verhaltensweisen zur Wahrnehmung von eigener Verantwortung aus christlicher Motivation prüfen.
Ende Jahrgangsstufe 6
- konkretes Handeln in ihrer näheren Umgebung als gemeinschaftsstiftend oder gemeinschaftsschädlich unterscheiden und bewerten.
- sich mit Alltagsverhalten auseinandersetzen und es im Kontext von Schöpfungsverantwortung bewerten.
- die Sichtbarkeit vielfältiger Lebensformen erkennen und sie vor dem Hintergrund der Gleichheit aller Menschen vor Gott in den Schöpfungserzählungen bewerten.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Dialogkompetenz
- in interreligiösen Gesprächen Auskunft bezüglich der Bedeutung von Person und Botschaft Jesu für evangelische Christen unter Berücksichtigung der Perspektive des Gesprächspartners oder der Gesprächspartnerin geben.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Gestaltungskompetenz
- zu aktuellen gesellschaftlichen Themen Ideen zur Bewältigung dieser Lebenswirklichkeit anhand von Deutungen zentraler biblischer Texte entfalten.
- Handlungen und Verhaltensweisen zur Wahrnehmung von eigener Verantwortung aus christlicher Motivation prüfen und erproben.
- Formen, Motive und Ziele gesellschaftlicher Handlungsweisen zur Wahrung der Menschenwürde und weltweiter Gerechtigkeit an ausgewählten Beispielen aus christlicher Perspektive prüfen und eine eigene reflektierte Haltung dazu äußern.
Ende Jahrgangsstufe 10
- persönliche und gesellschaftliche Konsequenzen einer am biblischen Gerechtigkeitsbegriff und an der Wahrung der Menschenwürde orientierten Lebens- und Weltgestaltung an Beispielen erörtern.
- zur Sichtbarkeit vielfältiger Lebensformen und zur konsequenten Ächtung jeglicher Diskriminierung begründet Stellung beziehen.
- gesellschaftliches Engagement ausgewählter Gruppen bzw. Projekte mithilfe des biblischen Gerechtigkeitsbegriffs beurteilen.
Inhaltsfeld 2 · Christlicher Glaube als Lebensorientierung — Handlungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 10 · Dialogkompetenz
- sich vor dem Hintergrund des christlichen Ideals der Nächstenliebe mit anderen sozialethischen Positionen auseinandersetzen.
- sich vor dem Hintergrund des jüdisch-christlichen Verständnisses von Menschenwürde und seinem universalen Geltungsanspruch argumentativ mit Vertretern relativistischer ethischer Positionen (u. a. Leistungsprinzip, Schönheitsideal) auseinandersetzen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Gestaltungskompetenz
- Konsequenzen aus dem christlich motivierten Einsatz für die Würde des Menschen für das eigene Verhalten ableiten.
Inhaltsfeld 3 · Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde — Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Wahrnehmungskompetenz
- die Prinzipien des Teilens, der Rücksichtnahme und des Vertrauens als Voraussetzung gemeinschaftsstiftenden Verhaltens beschreiben.
- die grundsätzliche Gleichheit aller Menschen vor Gott in ausgewählten biblischen Schöpfungserzählungen beschreiben.
- Schöpfung als lebenschaffendes und lebensfreundliches Handeln Gottes identifizieren.
- die biblisch motivierte Schöpfungsverantwortung als eine mögliche Begründung für bewussten Umgang mit der Schöpfung im eigenen Lebensumfeld beschreiben.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Deutungskompetenz
- die Grundlagen des Zusammenlebens in ihrer Lebenswirklichkeit, insbesondere unter den Aspekten Freiheit und Verantwortung, auch für die jeweiligen Rollenerwartungen an Mann und Frau, beschreiben.
- an Beispielen die Bedeutung des biblischen Schöpfungsgedankens für den Erhalt unserer Welt erklären.
- an Beispielen die Übernahme von Verantwortung für Leben und Umwelt mithilfe des Schöpfungsgedankens erläutern.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Wahrnehmungskompetenz
- Merkmale biblisch-prophetischer Rede und Handlungen benennen und sie als Kritik gesellschaftlicher Unrechtsstrukturen identifizieren.
- Formen und Zielgruppen diakonischen Handelns beschreiben und unterscheiden.
- diakonisches Handeln als Ausdruck und Gestaltung christlich motivierter Nächstenliebe identifizieren.
- Beispiele für Ungerechtigkeit im Horizont der Einen Welt beschreiben.
- Möglichkeiten des Einsatzes für weltweite Gerechtigkeit benennen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Deutungskompetenz
- erläutern, auf welche Weise christlicher Glaube zum Einsatz für andere motiviert.
- den Einsatz für Menschenwürde und Freiheit als Konsequenz der biblischen Rede von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen erläutern.
- den Einsatz für die gerechte Gestaltung der Lebensverhältnisse aller Menschen als Konsequenz des biblischen Verständnisses von Gerechtigkeit erklären.
Inhaltsfeld 3 · Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde — Urteilskompetenz
Inhaltsfeld 3 · Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde — Handlungskompetenz
Inhaltsfeld 4 · Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft — Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Wahrnehmungskompetenz
- unterschiedliche christliche Konfessionen anhand von Gebäuden, Personen, Angeboten und ihrer religiösen Praxis beschreiben.
- eine evangelische Ortsgemeinde und ihre Institutionen als Konkretion von Kirche identifizieren.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Deutungskompetenz
- in elementarer Form Gemeinsamkeiten und Unterschiede der evangelischen und katholischen Kirche beschreiben.
- anhand zentraler Symbole Kirche als Glaubensgemeinschaft deuten.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Wahrnehmungskompetenz
- wichtige Stationen der Ausbreitung der frühen christlichen Kirche benennen.
- prägende Personen (u. a. Paulus) und deren Bedeutung für die Entwicklung des Christentums beschreiben.
- Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften hinsichtlich Gestalt, Funktion und religiöser Praxis vor dem Hintergrund ihres jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontextes beschreiben.
- an Beispielen grundlegende Aspekte der Beziehung von Kirche zu Staat und Gesellschaft im Verlauf der Geschichte und in der Gegenwart darlegen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Deutungskompetenz
- die Bedeutung zentraler Ereignisse und Personen für die Entwicklung der christlichen Kirche erläutern.
- die Grundzüge der Reformation und das sich daraus entwickelnde Selbstverständnis der evangelischen Kirche erklären.
- Erscheinungs- und Organisationsformen von Kirche in Geschichte und Gegenwart erläutern.
- ökumenische Bestrebungen erläutern und beispielhaft Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der Umsetzung verdeutlichen.
- erklären, warum sich Christinnen und Christen gegen Unrecht politisch engagieren und ggf. auch Widerstand leisten.
Inhaltsfeld 4 · Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft — Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
- eigene Erfahrungen mit Kirche mit denen anderer vergleichen und bewerten.
- sich mit Angeboten auseinandersetzen, in denen Kirche als Glaubensgemeinschaft erfahrbar wird und Stellung dazu beziehen.
Ende Jahrgangsstufe 10
- Konsequenzen ausgewählter kirchengeschichtlicher Ereignisse beurteilen.
- verschiedene Erscheinungsformen von Kirche am Maßstab ihrer biblischen Begründung und des reformatorischen Anspruchs bewerten.
- die Praxis religiöser und säkularer Gemeinschaften hinsichtlich ihres Beitrags für gelingendes Leben beurteilen.
Inhaltsfeld 5 · Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Wahrnehmungskompetenz
- die wesentlichen Stationen der Geschichte Israels benennen.
- Formen und Merkmale des Gottesglaubens in den abrahamitischen Religionen identifizieren und unterscheiden.
- Formen der Lebensgestaltung in Judentum, Christentum und Islam als Konsequenz des Glaubens benennen.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Deutungskompetenz
- anhand von ausgewählten Erzählungen aus der Abrahamgeschichte gemeinsame Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam erklären.
- grundlegende Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verständnis Gottes in Judentum, Christentum und Islam erläutern.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Wahrnehmungskompetenz
- Formen und Merkmale des Gottesglaubens in Judentum, Christentum und Islam identifizieren und unterscheiden.
- die Grundstrukturen, Bekenntnisse und gemeinsamen Wurzeln (u. a. Monotheismus, Erzvätertradition) der drei abrahamitischen Weltreligionen darstellen.
- Grundstrukturen von Hinduismus und Buddhismus darstellen.
- politische Ideologien und säkulare Weltanschauungen identifizieren und von religiösen Weltsichten unterscheiden.
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede von ausgewählten Weltanschauungen und Weltsichten, Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepten (u. a. Gerechtigkeit, Menschenwürde) beschreiben.
- ausgewählte Formen der Bestreitung oder Infragestellung Gottes sowie seiner Funktionalisierung identifizieren.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Deutungskompetenz
- zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Selbst- und Fremdverständnisses der großen Weltreligionen beschreiben und deuten.
- vor dem Hintergrund von evangelisch-christlichen Gottesbildern zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Verständnis Gottes in den großen Weltreligionen darstellen.
- ausgewählte Argumente der Bestreitung oder Infragestellung Gottes bzw. der Indifferenz erläutern.
Inhaltsfeld 5 · Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
- sich mit der Bedeutung einer religiös bestimmten Lebensführung für Juden, Christen und Muslime auseinandersetzen.
Ende Jahrgangsstufe 10
- die Konsequenzen unterschiedlicher religiöser und nicht religiöser Weltdeutungen für die Lebensgestaltung beurteilen.
- aus christlicher Perspektive zu politischen Ideologien, säkularen Weltanschauungen und den anderen Weltreligionen begründet Stellung beziehen.
Inhaltsfeld 5 · Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Handlungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Dialogkompetenz
- als Voraussetzung für einen Dialog adressatenorientiert eigene Standpunkte zu einfachen religiösen Fragestellungen formulieren.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Gestaltungskompetenz
- sich im schulischen Umfeld für ein friedliches Miteinander von Menschen verschiedener Religionen einsetzen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Dialogkompetenz
- anderen Religionen mit Respekt und Toleranz begegnen.
Inhaltsfeld 6 · Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur — Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Wahrnehmungskompetenz
- innerhalb des Jahreskreises christliche, jüdische und muslimische Feiertage identifizieren und unterscheiden.
- die jeweiligen Gotteshäuser der abrahamitischen Religionen beschreiben und unterscheiden.
- religiöse Rituale im Lebenslauf eines evangelischen Christen bzw. einer evangelischen Christin als Lebensbegleitung und Lebenshilfe identifizieren und sie mit denen anderer Religionen vergleichen.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Deutungskompetenz
- die Herkunft und Bedeutung christlicher, jüdischer und muslimischer Feiertage im Jahreskreis erklären.
- die Bedeutung von Einrichtung und Gestaltung der Gotteshäuser in den drei abrahamitischen Religionen erklären.
- christliche Übergangsrituale als Umgang mit bedeutsamen Lebenssituationen erklären und sie mit denen anderer Religionen vergleichen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Wahrnehmungskompetenz
- komplexe religiöse Elemente im Alltag des Christentums (u. a. Rituale) in ihren religiös-kulturellen Zusammenhang einordnen.
- religiöse Elemente aus Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus in ihren religiös-kulturellen Zusammenhang einordnen.
- Herkunft, Absicht und Wirkung von Elementen religionsähnlicher Weltsichten im Alltag (u. a. Gemeinschaftsgefühl in der Fangruppe) darlegen.
- Herkunft, Absicht und Wirkung von Ritualen, religiösen Sprach-, Symbol- und Ausdrucksformen sowie ihre Verwendung in neuen Zusammenhängen in Gesellschaft und Kultur (u. a. Bildern, Musik und Werbung) darlegen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Deutungskompetenz
- Möglichkeiten legitimer und manipulativer Verwendung religiöser Symbole und Rituale (u. a. in der Werbung) unterscheiden.
- die Verwendung religiöser Symbole und Rituale in neuen Zusammenhängen in ihrer jeweiligen Funktionalität (z. B. im Sinne einer „Ersatzreligion“) erläutern.
- die Absichten von Elementen religionsähnlicher Weltsichten im Vergleich zur Absicht christlicher Aussagen deuten.
Inhaltsfeld 6 · Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur — Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
- sich mit der Bedeutung von Festen, Feiern und Ritualen für die abrahamitischen Religionen auseinandersetzen und erste Einschätzungen dazu formulieren.
- christliche Feste und Rituale bezüglich der Relevanz für ihr eigenes Leben beurteilen.
Ende Jahrgangsstufe 10
- die Bedeutung von christlichen Festen und Ritualen bezüglich der Relevanz für ihr eigenes Leben und das von anderen beurteilen.
- ausgewählte individuelle, gesellschaftliche und religiöse Handlungsweisen, Überzeugungen und Institutionen vor dem Hintergrund christlicher Maßstäbe bewerten.
- Elemente religionsähnlicher Weltsichten im Alltag und deren Wirkungsabsicht im Vergleich mit christlichen Aussagen bewerten.
Inhaltsfeld 6 · Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur — Handlungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6 · Dialogkompetenz
- eigene religiöse, nicht religiöse und religionsähnliche Erfahrungen und Überzeugungen darstellen.
Ende Jahrgangsstufe 6 · Gestaltungskompetenz
- einfache religiöse Handlungen der christlichen Tradition (u. a. religiöse Feiern) mitgestalten bzw. eine Teilnahme begründet ablehnen.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Dialogkompetenz
- ihren Standpunkt zu religiösen, nicht religiösen und religionsähnlichen Erfahrungen und Überzeugungen formulieren.
Ende Jahrgangsstufe 10 · Gestaltungskompetenz
- die Perspektive einer anderen Religion probeweise einnehmen und durch diesen Perspektivwechsel ein vertieftes Verständnis der religiösen Praxis anderer Religionen sowie der eigenen gewinnen und die jeweiligen Perspektiven begründet vertreten.
- die Bedeutung religiöser und nicht religiöser Ausdrucksformen sowie Verhaltensweisen zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung auf der Basis christlicher Maßstäbe im Hinblick auf das eigene Verhalten prüfen. 3 Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung Die rechtlich verbindlichen Grundsätze der Leistungsbewertung sind im Schulgesetz (§ 48 SchulG) sowie in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (§ 6 APO - SI) dargestellt. Da im Pflichtunterricht des Faches Evangelische Religionslehre in der Sekundarstufe I keine Klassenarbeiten und Lernstandserhebungen vorgesehen sind, erfolgt die Leistungsbewertung ausschließlich im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“. Dabei bezieht sich die Leistungsbewertung insgesamt auf die im Zusammenhang mit dem Unterricht erworbenen Kompetenzen und nutzt unterschiedliche Formen der Lernerfolgsüberprüfung. Die im Fach Evangelische Religionslehre angestrebten Kompetenzen umfassen auch die Bereiche der Werte, Haltungen und des Verhaltens, die sich einer unmittelbaren Lernerfolgskontrolle entziehen. Die Glaubenshaltung der Schülerinnen und Schüler, die im Religionsunterricht nicht vorausgesetzt oder gefordert wird, darf nicht in die Leistungsbewertung einfließen. Erfolgreiches Lernen ist kumulativ. Entsprechend sind die Kompetenzerwartungen im Lehrplan zumeist in ansteigender Progression und Komplexität formuliert. Dies bedingt, dass Unterricht und Lernerfolgsüberprüfungen darauf ausgerichtet sein müssen, Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu geben, grundlegende Kompetenzen, die sie in den vorangegangenen Jahren erworben haben, wiederholt und in wechselnden Kontexten anzuwenden. Für Lehrerinnen und Lehrer sind die Ergebnisse der Lernerfolgsüberprüfungen Anlass, die Zielsetzungen und die Methoden ihres Unterrichts zu überprüfen und ggf. zu modifizieren. Für die Schülerinnen und Schüler sollen die Rückmeldungen zu den erreichten Lernständen eine Hilfe für das weitere Lernen darstellen. Lernerfolgsüberprüfungen sind daher so anzulegen, dass sie den in den Fachkonferenzen gemäß § 70 SchulG beschlossenen Grundsätzen der Leistungsbewertung entsprechen, dass die Kriterien für die Notengebung den Schülerinnen und Schülern transparent sind und die jeweilige Überprüfungsform den Lernenden auch Erkenntnisse über die individuelle Lernentwicklung ermöglicht. Die Beurteilung von Leistungen soll demnach mit der Diagnose des erreichten Lernstandes und im Rahmen der individuellen Förderung mit Hinweisen für das Weiterlernen verbunden werden. Wichtig für den weiteren Lernfortschritt ist es, bereits erreichte Kompetenzen herauszustellen, die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler zu fördern und die Lernenden zum Weiterlernen zu ermutigen. Dazu gehören im Rahmen der kontinuierlichen Beratung der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern auch Hinweise zu erfolgversprechenden individuellen Lernstrategien. Im Sinne der Orientierung an den formulierten Anforderungen sind grundsätzlich alle in Kapitel 2 des Lehrplans ausgewiesenen Kompetenzbereiche („Sachkompetenz“, „Urteilskompetenz“, „Handlungskompetenz“ und „Methodenkompetenz“) bei der Leistungsbewertung angemessen zu berücksichtigen. Aufgabenstellungen schriftlicher, mündlicher und ggf. praktischer Art sollen deshalb darauf ausgerichtet sein, die Erreichung der dort aufgeführten Kompetenzerwartungen zu überprüfen. Die einseitige Dominanz von schriftlichen, mündlichen oder praktischen Aufgabenstellungen sowie von auf Reproduktion angelegten Abfragen einzelner Daten und Sachverhalte kann dabei den zuvor formulierten Ansprüchen an die Leistungsfeststellung nicht gerecht werden. Im Fach Evangelische Religionslehre zählen zu den Bestandteilen des Beurteilungsbereichs „Sonstige Leistungen im Unterricht“ – ggf. auch auf der Grundlage der außerschulischen Vor- und Nachbereitung von Unterricht – u. a.:
- mündliche Beiträge zum Unterricht (z. B. Beiträge zu unterschiedlichen Gesprächs- und Diskussionsformen, Kurzreferate, Präsentationen).
- schriftliche Beiträge zum Unterricht (z. B. Ergebnisse der Arbeit an und mit Texten und weiteren Materialien, Ergebnisse von Recherchen, Mindmaps, Protokolle).
- fachspezifische Ergebnisse kreativer Gestaltungen (z. B. Bilder, Videos, Collagen, Rollenspiel).
- Dokumentation längerfristiger Lern- und Arbeitsprozesse (z. B. Hefte/Mappen, Portfolios, Lerntagebücher)
- kurze schriftliche Übungen sowie
- Beiträge im Prozess eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns in unterschiedlichen Sozialformen (z. B. Wahrnehmung der Aufgaben im Rahmen von Gruppenarbeit, projektorientiertem Handeln innerhalb oder außerhalb des Lernortes Schule). Durch die zunehmende Komplexität der o.g. Elemente im Verlauf der Sekundarstufe I werden die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der nachfolgenden schulischen und beruflichen Ausbildung vorbereitet. Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erfasst die Qualität, die Quantität und die Kontinuität der mündlichen, schriftlichen und praktischen Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang. Mündliche Leistungen werden dabei in einem kontinuierlichen Prozess vor allem durch Beobachtung während des Schuljahres festgestellt. Anhang Hinweise zur Sprachkompetenzentwicklung im Fachunterricht Der Unterricht in allen Fächern trägt zur Sprachbildung bei. Insbesondere der Deutschunterricht entwickelt und erweitert Basiskompetenzen in den Bereichen der gesprochenen sowie der geschriebenen Sprache, auf die der Unterricht in anderen Fächern zurückgreifen kann. Jedes auch fachliche Lernen ist Lernen durch Sprache und von Sprache. In diesem Sinne sichert der sprachsensible Fachunterricht die Voraussetzungen für die eigenen fachrelevanten kognitiven und kommunikativen Prozesse. Die folgenden Übersichten zeigen – im Sinne einer Hilfestellung – Ansatzpunkte für den sprachsensiblen Fachunterricht auf. Benennen, Definieren Erfassen und präzises Bezeichnen fachlich relevanter Aspekte und Unterrichtsgegenstände anhand von adäquaten Begriffen Berichten objektive Wiedergabe mithilfe sachlicher Wortwahl (Vermeidung subjektiver Eindrücke) auch unter Verwendung von Fachsprache Beachtung des richtigen Tempusgebrauchs bei der Wiedergabe von vergangenen bzw. gültigen Ereignissen, Erlebnissen und Vorgängen Abstimmung des Informationsgehalts sowie der Abfolge von Informationen auf den konkreten Zweck des Berichts Erklären, Erläutern Berücksichtigung sprachlicher Elemente, um fachliche Wirkungsrelationen herzustellen und zu verbalisieren (z. B. Beachtung logischer Verknüpfungen, adäquater Nebensatzkonstruktionen, Herstellung zeitlicher Bezüge) Generalisierung von Ursache-/Wirkungsrelationen unter Beachtung vergangener und zukünftiger Prozesse und Ereignisse durch Präsensgebrauch und bestimmte Formulierungen, die vom Konkreten abweichen (z. B. im Allgemeinen, dann gilt, daraus folgt) sachliche Äußerung unter Verwendung eines adäquaten Sprachstils (z. B. eindeutig, distanziert, nicht polemisch) Bewerten, Beurteilen überzeugendes Vertreten der eigenen Position durch klare adressatenbezogene Sprache Beurteilung und Bewertung z. B. von Sachverhalten, Ereignissen und Verhaltensweisen unter Verwendung begründender Formulierungen (z. B. weil) Argumentieren, Stellung beziehen Unterscheidung zwischen faktengestützten Aussagen und Annahmen durch Erkennen bzw. eigene Verwendung sprachlicher Signale, die die Validität untermauern, abschwächen oder widerlegen (z. B. wahrscheinlich, bestimmt, vermutlich, eventuell) Untermauern der eigenen Position z. B. durch Formulierung von Begründungen, Abwägung, Verknüpfung (z. B. zwar, jedoch, aber, dennoch, durchaus) Wortebene
- Unterscheidung zwischen Umgangs- und Standardsprache (z. B. Reli/Religion, Kommijon/Kommunion, krass/mächtig, Power/Macht, Ansage machen/verkündigen, keiner/niemand, was/etwas, egal/gleichgültig,)
- Möglichkeiten der präziseren Begrifflichkeit, Nuancierung und Differenzierung des standardsprachlichen Wortschatzes durch Adjektive, durch Adverbien, durch adverbiale Ergänzungen (z. B. Adjektive: typisch, heftig, gut; Adverbien: dorthin, vermutlich, bergauf; adverbiale Ergänzungen: Das Volk Israel ist den ganzen anstrengenden Weg zu Fuß gegangen.)
- sachbezogener und fachsprachlicher Wortschatz
- Bedeutungsänderung in fachsprachlichen Kontexten (z. B. Jesus ist für mich gestorben; Gefolgschaft; betteln und bitten)
- Bedeutungen von Abkürzungen, (Karten-)Symbolen, Ziffern, Buchstaben, Sonderzeichen (z. B. AT, NT, Kapitel der Bibel (z. B. Gen etc.) v. Chr., n. Chr., Ichtys, f. und ff., ΑΩ)
- Verdichtung durch Nominalisierungen (z. B. Im Abendmahlsaal setzt Jesus im Rahmen des Passahmahles die Eucharistie ein. = Jesus ging mit seinen Jüngern in einen Raum, hält dort das Passahmahl mit ihnen und setzt die Eucharistie ein.) Satzebene
- komplexere Satzkonstruktionen, um Zusammenhänge und Beziehungen darzustellen (zeitlich, z. B. danach; begründend, z. B. wenn … dann; bedingend, z. B. unter der Voraussetzung, dass …)
- funktionsgerechte sprachliche Signale (z. B. Signale der Thesenformulierung, der Gegenüberstellung, des Belegens, des Abwägens, der Schlussfolgerung, der alternativen Möglichkeiten)
- fachliche Konventionen: − Tempusgebrauch (z. B. Präsens bei der Zusammenfassung von Inhalten, Beschreibungen) − Konjunktivgebrauch (z. B. Annahmen, Gedankenexperimente, indirekte Rede, Distanzierung, Übernehmen fremder Gedanken)
- Sachverhalte entpersonalisieren durch Passiv; durch unpersönliches Subjekt (z. B. Die Bedeutung Jesu wird dadurch besonders hervorgehoben. Der christliche Glaube existiert in Gestalt unterschiedlicher Konfessionen. Der Einfluss der Religionen zeigt sich vor allem darin, dass …, es, man) Textebene
- Globale Kohärenz: inhaltlicher Gesamtzusammenhang, „roter Faden“ eines Textes: z. B. schlüssige, bruchlose Darstellung von Zusammenhängen, Berücksichtigung inhaltlicher und sprachlicher Zusammenhänge, die rückverweisende bzw. eindeutige Verwendung eines Pronomens auf den vorherigen Absatz
- Adressat: z. B. Sprachstil den Rezipienten anpassen; Ziel: z. B. werbend, informierend; Situation: z. B. Informationsstand bekannt/unbekannt -> ggf. vorheriges Erklären von Fachbegriffen
- Berücksichtigung fachspezifischer Textsorten (z. B. Gleichnis, Parabel,, Psalm)
- Unterscheidung zwischen Schriftsprache und gesprochener Sprache schriftlich mündlich keine unmittelbare Situations- Situations- und Handlungseinbindung und Handlungseinbindung Planungszeit (Zeit für die Wahl Flüchtigkeit (spontane Wortwahl) von Formulierungen) Wahrnehmungsraum oft nicht gemeinsamer Wahrnehmungsraum identisch (deshalb z. B. im Altarraum …, (deshalb z. B. hier, ganz vorne am Gen 1,1, auf der gegenüber- Anfang, da drüben, dann) liegenden Seite, im Anschluss daran …) keine weiteren Informationsträger weitere Informationsträger (z. B. Gestik, Mimik, Tonfall) Exaktheit der Begriffe größere Toleranz in der Begrifflich(z. B. das Matthäus-Evangelium, keit (z. B. das erste vorne, keiner, niemand, etwas, gleichgültig) was, egal)
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